Wo ist das weiße Kaninchen?

Wenn man im Lügenmuseum lügt, spricht man dann die Wahrheit?
Aktion im Lügenmuseum
In den Winterferien 10. – 23. Februar ist das Lügenmuseum täglich geöffnet.

„Das Lügenmuseum gehört zu den größten Sehenswürdigkeiten dieses Planeten.“

Zitat aus dem Besucherbuch

Das Lügenmuseum existiert, das ist keine Lüge.

Man muss es aber gesehen haben, denn das Leben ohne Lügenmuseum ist möglich, aber sinnlos. Es ist amüsant, zweifelsohne unterhaltsam, empfehlenswert für Familien und auch für Leute, die sonst nicht unbedingt Museen besuchen. Besucher erhalten eine Einführung, einen Lügentee, einen Rundgang durch zwölf Räume. Entführt werden sie in eine fabelhafte Welt, die an Wunderkammer oder Kuriositätenkabinett anknüpfen. Es könnte auch Nichts-Museum heißen. Nichts wiederum ist ein Kriterium zeitgenössischer Kunst: Maschinen zur Belustigung, anarchische Apparate im ironischen Leerlauf. Die sanfte Berührung der merkwürdigen Dinge lassen die Poesie am starren Reglement des Museumswesens vorbei schlüpfen. So verweist der poetische Lügner auf die Ursprünge der Poesie, und dies gehört zu seiner Raffinesse.

„Man fühlt sich wie Alice im Wunderland, doch wo ist das weiße Kaninchen?“

Zitat aus dem Besucherbuch

Foto: André Wirsig

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