Umtauschaktion zum Jahreswechsel

„Nie wieder rauchen! Nie mehr prassen! Kein Fleisch mehr essen ab sofort!
Und keinen Alkohol anfassen! Statt Gras zu rauchen: täglich Sport!“ -Wolfgang Reuter Berlin-

Der Jahresendausflug führt an einen historischer Pilgerort: an einer alten Furt der Elbe, dort, wo die alte Frankenstraße, der sächsische Jakobsweg und der thüringische Rennsteig sich kreuzen, dort vor dem historischen Gasthof Serkowitz steht am 30. und 31. Dezember eine Feuerschale. Die alten über Bord geworfenen Vorsätze des vergangenen Jahres können darin dem Feuer übergeben, quasi in die Hände des Universums gelegt werden. Und das Universum arbeitet auf seine Weise und zu seiner Zeit. Damit ist wieder Platz im Kopf, um neuen Vorsätzen Raum zu geben.

Nach der erfolgreichen Umtauschaktion geht’s in den Gasthof. Als erstes steht man vor der Frage: Wenn man im Lügenmuseum lügt, spricht man dann die Wahrheit? Alle Besucher erhalten eine Einführung, einen Lügentee und dann gibt es einen Rundgang durch zwölf Räume des Künstlermuseums.

Natürlich konstruieren Künstler andere Museen: Maschinen zur Belustigung, anarchische Apparate im ironischen Leerlauf. Im maroden Charme des historischen Tanzsaales findet sich die Ausstellung Wunder.Punkt und eine neuen Fassadengalerie schmückt den historischen Gasthof. Leichter Schauer und heiteres Erbarmen, hintergründige Klippen und unglaubliche Kreativität sind in der Lage, die sanfte Berührung der Poesie am starren Reglement des Museumswesens vorbei schlüpfen zu lassen. Die Ideen ziehen, wie Wolken mit der Empfindung der Freiheit, durch die Räumlichkeiten des historischen Gasthof Serkowitz.

Der Sinn für Humor unterscheidet es von anderen Angeboten. Humor ist nicht irgendeine erfreuliche Zugabe, vielmehr trifft er des Pudels Kern. Das Lügenmuseum kann auch als Orakel, als Ausflugstipp, als Ferienaktivität, als Betriebsausflug, als Künstlergeisterbahn oder als Tankstelle für Lebensinspiration genutzt werden. Wegen der heilenden Wirkung des Lügenmuseums fragen Sie ihren Hausarzt oder ihren Apotheker, um sich einen Besuch verschreiben zu lassen. Auf jeden Fall verlassen die Pilger erleichtert und beschwingt den Ort.

 

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