Schüler testen Museen

Freitag 18. Januar, 18 Uhr

Lügenmuseum Radebeul

Eine Schülergruppe aus Sachsen Anhalt kommt am Freitag den 18. Januar nach Dresden, um seine Museen zu testen.

Erster Zwischenstop ist das Lügenmuseum in Radebeul. Die Reise findet im Rahmen des Projektes Spaßfaktor Museum vom Gleimhaus aus statt und stellt natürlich nicht den einfachen Spaß in den Mittelpunkt, sondern untersucht Museen dahingehend, was junge Menschen dort für sich sinnstiftend entdecken können. Zudem versuchen die Schüler zu erkunden, wer was wie und warum gesammelt hat und wie daraus (k)ein Museum entstanden ist. Das Gleimhaus ist eines der ältesten deutschen Literaturmuseen am Halberstädter Dom.

Das fabelhafte Lügenmuseum beschäftigte sich mit der absurden Maschinerie des Lebens und knüpft am Phänomen der Kunst- und Wunderkabinette an. Im assoziativen Wandeln durch die Räumlichkeiten ergibt eins das andere, und das Andere ohne das Eine kann nicht sein. Finden, Erfinden und Nachempfindung, ein Rettungsboot der Phantasie segelt über den Ozean des Datenmülls. Als erstes steht man vor der Frage: Wenn man im Lügenmuseum lügt, spricht man dann die Wahrheit? Dann, wie sammelt man Dinge, die es gar nicht gibt? Nach einem Lügentee und geht es durch zirka zwölf Räume des Künstlermuseums. Natürlich konstruieren Künstler andere Museen: Maschinen zur Belustigung, anarchische Apparate im ironischen Leerlauf. Bei der Landesstelle für Museumswesen in Sachsen dagegen stieß es massive Ablehnung, aber das Publikum hat längst entschieden, sie lieben es: das Lügenmuseum im Gasthof Serkowitz in Radebeul – ein Freiflugschein der Phantasie.

Der Sinn für Humor unterscheidet es von anderen Angeboten. Humor ist nicht irgendeine erfreuliche Zugabe, vielmehr trifft er des Pudels Kern. Das Lügenmuseum kann auch als Orakel, als Ausflugstipp, als Ferienaktivität, als Betriebsausflug, als Künstlergeisterbahn oder als Tankstelle für Lebensinspiration genutzt werden.

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