Labytopia – die KUNSTausstellung in der Kreuzkirche Dresden

Labytopia – Altäre der Revolution?
Eine Ausstellung in der Kreuzkirche Dresden zu 30 Jahre Friedliche Revolution

Eröffnung: 11. September, 18 Uhr
Einführung: Sup. Christian Behr, Laudatio: Susanne Altmann, Kurator: Reinhard Zabka
Musikalische Begleitung: Irina Bugataja Harmonika und Robert Hennig Geige

Labytopia weckt Erinnerungen an DDR, an Notstandskreativität, an die Macht der Phantasie, an die Träumen und Visionen der Akteure von 89.
Etliche Künstler standen in den Zeiten der SED-Diktatur unter Beobachtung, konnten nur eingeschränkt arbeiten, erhielten Berufsverbot oder wurden inhaftiert. Die Kuratoren Juliane Vowinckel und Reinhard Zabka laden anlässlich des Jubiläums des Herbstes 89 zu Labytopia acht Künstler ein: Klaus Liebscher: Dialog, Angela Hampel und Steffen Fischer: Mitgift – auf dem Altar der Friedlichen Revolution geopfert, Frank Herrmann: Altar der Einfalt, Marion Kahnemann: Helden oder wer ist wir, Karola und Wolfgang Smy: Altar für Reisefreiheit sowie die in Frankreich geborene Künstlerin Sophie Cau: die Fahnen der vier Siegermächte sowohl den jungen Künstler Justus Ehras: Gewitterwarnung am Montag und für Reinhard Zabka heißt es: Liebe futsch, Revolution vorbei, Spaghetti kalt. Sie nehmen das prägende Lebensgefühl von 89 auf verbinden es mit den labyrinthischen Erfahrungen der Wiedervereinigung, den Verlusten im Umbruch und koppeln diese mit dem heutigen Leben zurück. Nicht die akademische sozialistische Malerei und ihre Gegenspieler waren revolutionär, revolutionär war Malerei auf Sperrmüll, Installationen und Happenings zur Überwindung des Kunstbegriffs, Aktionen die gesellschaftlich verkrustete Struktur aufbrachen und Verwirrungen als Realitästbewältigung stifteten.

Kann man die Ereignisse der Friedlichen Revolution auf einem Altar verehren? Nicht die Anbetung der Asche der Friedlichen Revolution steht hier zur Debatte und auch kein Deutungs- oder Historikerstreit, sondern wie das Lebensgefühl 89, das innere Feuer, an die nächsten Generationen vermittelt werden kann. Die Ausstellung „Labytopia – Altäre der Revolution?“ wird durch das Förderprogramm „Revolution und Demokratie“ des Freistaates Sachsen unterstützt und wird mitfinanziert durch Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts. Labytopia ist vom 12. September bis 24. Oktober 2019 in der Kreuzkirche Dresden zu sehen und ist wärmstens zu empfehlen.

 

Richard von Gigantikow, Direktor des Lügenmuseums Radebeul
0176 – 99 02 56 52, info@luegenmuseum.de
Homepage: luegenmuseum.de

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